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Faszination Handel 2016

Faszination Handel 2016

Innovation, Inspiration, Interaktion

“Innovation, Inspiration, Interaktion” lautete das Motto der Faszination Handel am 27.09.2016 in Köln. Bereits zum neunten Mal wurden im Hörsaal XXIII der WISO Fakultät der Universität zu Köln wissenschaftliche Erkenntnisse und aktuelle Praxis-Insights diskutiert. Die Referenten sorgten mit spannenden Innovationen für anhaltende Inspiration und dank des regen Austauschs unter den rund 130 Teilnehmern war auch stets ein gutes Maß an Interaktion vertreten.



Aus Rückschlägen lernen – das gilt auch für Innovationen

Dr. Sven Spork, REWE Group

Getreu dem Veranstaltungsmotto präsentierte die diesjährige Faszination Handel eine Innovation im Programm: Zum ersten Mal fand direkt vor der Faszination Handel ein exklusiver Business Lunch statt. In exklusivem Teilnehmerkreis wurde sich dem Thema „Praxis-Check Innovationen: Wie werden (digitale) Innovationen in Unternehmen systematisch angegangen und umgesetzt?” gewidmet. Impulse hierzu lieferte Dr. Sven Spork, Generalbevollmächtigter und Leiter Corporate Affairs der Rewe Group und Neumitglied im IFH-Präsidium. Er zeigte, wie die Rewe Group digitale Innovationen angeht – online sowie stationär – und betonte, dass dabei „Niederlagen auch als Treiber fungieren können und müssen“. Dr. Spork gibt zwar zu bedenken, dass das Thema Omnichannel im LEH bisher noch niemand wirklich gelöst habe, ist sich aber gleichzeitig sicher: „Food Online wird kommen – nicht zuletzt weil Rewe aktiv daran mitarbeitet, dass es gelingen kann.“

Personal als Schlüssel zum Erfolg

Prof. Dr. Werner Reinartz, Universität zu Köln

Im Auftaktvortrag zur Faszination Handel stellte Prof. Dr. Werner Reinartz (Universität zu Köln) erste exklusive Ergebnisse der diesjährigen IFH-Schwerpunktstudie vor. Thema: Die Auswirkungen der Digitalen Transformation auf das Personal im Handel. “Wenn Sie nachhaltig erfolgreich am Markt agieren möchten, gibt es nur ein Rezept: Und das lautet Innovation”, so Prof. Reinartz. Er zeigte auf, dass dafür vor allem auf Mitarbeiterseite „die Bereitschaft zum Wandel” als Kompetenzprofil gegeben sein muss. Letztlich, so Prof. Reinartz, „muss sich jedes Unternehmen die Frage stellen, ob es Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hat, die bereit sind, neue Wege zu gehen” und ob das Unternehmen selbst auch eine „Kultur vertritt, die Fehler zulässt“. Nur so können bestehende Unternehmen der digitalen Transformation erfolgreich und mit dem notwendigen Engagement begegnen.

Relevante Einkaufserlebnisse generieren

Stefan Wenzel, eBay

Stefan Wenzel (eBay Germany) stellte den Handel der Zukunft aus Sicht von eBay vor. Diese Vision orientiert sich dabei stets am internen Leitgedanken des Unternehmens: „Wenn du glaubst, dass du es unter Kontrolle hast, fährst du nicht schnell genug”.  Entsprechend laute auch der Anspruch „das größtmögliche Sortiment am Markt“ zu akquirieren und „daraus möglichst relevante Einkaufserlebnisse“ zu generieren – ohne Differenzierung zwischen offline und online: „Wir sprechen nicht von E-Commerce, sondern von Commerce“, so Wenzel. Bei der Frage danach, wo der Handel der Zukunft konkret hingehen kann, fallen Schlagwörter wie Virtual Reality und Artificial Intelligence. Auch wenn dies aktuell in manchen Ohren noch nach Zukunftsmusik klingen mag, rät Wenzel dazu „sich diesen Innovationen anzunehmen – denn nur dann kann man auch an deren Mehrwerten partizipieren“.

Kundendaten nutzen – gewusst wie

Prof. Dr. Hernán A. Bruno, Universität zu Köln

Im Anschluss an die Kaffeepause – die von den Teilnehmern im Sinne des Interaktionsgedankens zum regen Austausch und Networking genutzt wurde – präsentierte Prof. Dr. Hernán A. Bruno (Universität zu Köln) in seinem englischsprachigen Vortrag Forschungsergebnisse zur innovativen Datenanalyse im Handel. Er stellte das „5 Steps“-Prinzip vor, das es Unternehmen ermöglicht, mithilfe vorliegender Kundendaten und mit vergleichsweise wenig Aufwand, ihre Kunden und deren Verhalten besser zu verstehen. Beispielhaft zeigt Prof. Bruno auf, wie so auch die „ultimative Frage des Marketings“ nach dem Erfolg einer bestimmten (Werbe-)Maßnahme beantwortet werden kann: „What would have happened, had we not done X?”.

Digitales Erlebnis auf der Fläche

Kai Räbiger, kwb Germany GmbH

Abschließend stellte das Referentenduo Kai Räbiger (kwb Germany GmbH) und Boris Hedde (IFH Köln) das Projekt „Knauber Innovation Store“ vor. Das international beachtete und preisgekrönte Projekt ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie es auch „aus einer mittelständischen und stationären Perspektive heraus möglich [ist], der Digitalisierung zu begegnen“, so Hedde. Ausgangspunkt war die Frage, wie es möglich sei, auch „im DIY-Markt den Erlebnischarakter zu integrieren“. Räbiger betont, dass der Innovation Store aber auch dabei half, „sich wieder auf den Kunden und seine Wünsche zu konzentrieren“. „Digitale Erlebnisse schaffen und dem Kunden wieder mehr bieten“ lautete die Devise und der Innovation Store stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass dies auch auf der Fläche funktioniert.

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Die Vorträge der Referenten der Faszination Handel 2016 können Sie als IFH-Förderer kostenfrei im Mitgliederbereich unter www.ifh-foerderer.de abrufen. Sie sind noch kein IFH-Förderer? Jetzt Mitglied werden und von zahlreichen Vorteilen profitieren. Auch die IFH-Schwerpunktstudie zum Thema Personal ist im IFH-Förderer-Vorteilspaket enthalten. Jetzt informieren.

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